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![]() Das Erzbergwerk Grund, die Grube „Hilfe Gottes“, erlebte Königsbesuch und den von Ministerpräsidenten - -
doch im Jahre 1992
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einer Verlautbarung in Presse und Rundfunk seitens der Betriebsleitung
des Erzbergwerkes Grund ging infolge Erschöpfung der bekannten und
wirtschaftlich abbauwürdigen Erzvorräte eine Ära zu Ende.
Am Sonnabend, den 28. März 1992 wurde das letzte und bedeutendste
Werk seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland stillgelegt. Wechselvoll
wie das Leben, war die Geschichte dieses Traditionsbetriebes. Bereits 1564
wurde er als Zubußzeche „Hilff Gots im Grundt“ erwähnt.
Doch diese einmalig bergmännische Großtat schaffte die Problemlösung nur auf Zeit. Ein noch tieferer Stollen musste her. Das wurde der zwischen 1851 und 1864 angesetzte „Ernst-August-Stollen“ mit einer Gesamtlänge von 29 000 Metern, der Haupt- und Nebenstrecken einbezog. Der Harzer Bergbau festigte damit seine Weltgeltung. Dieser Stollen tritt bei Gittelde ans Tageslicht.
Die letzte Bergparade, ein Zug von 450 Mann, verlässt mit Marschmusik
für immer das vertraute Werksgelände: In Würde! |
Und
wie war das nun mit einem Königsbesuch beim Erzbergwerk Grund? Vielleicht
darf man eine kleine Geschichtseinblendung vornehmen? Es berührt Interessantes!
Aus Vereinigung dreier hier naher Füstentümer entstand durch
Verleihung der Kurwürde des Kurfürstentums Hannover (durch Kaiser
Leopold II im Jahre 1692). Kurfürst Georg Ludwig wurde nach dem Tode
Anna Stuarts als Georg I König von England. Fortan bestand zwischen
Hannover und England eine Personalunion bis 1837.
Mir erzählte ein betagter Werksangehöriger von einen miterlebten Königsbesuch beim Erzbergwerk Grund. Das war richtig und es handelte sich um König Georg V von Hannover. Die Kutschanfahrt - beziehungsweise der Anritt der begleitenden Leibregiments-Schwadron in Gala-Uniformen - erfolgte von Gittelde und führte vor dem Knollen hindurch. Hier stand die Einwohnerschaft, Schüler klassenweise und fähnchenschwenkend, Spalier. Im Betrieb schmetterten die Werksmusiker preußisch, die Belegschaft stand stramm, parademäßig, auch in Uniform. Das war für die damaligen Verhältnisse fürwahr ein „Welterlebnis“, wenn auch die meisten Menschen vor Ergriffenheit nicht jubeln konnten.., so etwas gab’s nur einmal im Leben! ![]() Sie - wie die Honorationen der Bergstadt- fühlten sich in unserer natürlich-fröhlich-ungekünstelten Werksfamilie sehr wohl. Wenn zwei zusammengehörende Betriebe: Die Grube „Hilfe Gottes“ und der Schwesterbetrieb „Bergwerkswohlfahrt“ im Verlaufe des Bestehens 19 Millionen Tonnen silberhaltiges Blei- und Zinkerz zutage brachten - das ist mengenmäßig unvorstellbar!- war auch eine Werkfeier berechtigt! Willi
Wagener
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Der vorletzte Förderwagen kommt zu Tage -per Ehren-Spalier.
Fotos: Wagener |
Beide letzte Förderwagen sind an’s Tageslicht gebracht und scheinen
Bürgermeister Dr. Domröse zu fragen: „Was soll das?“ |
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| Gittelde
– im Wiesengrunde – wohl eingebettet und schön
Gittelde - altehrwürdig. geschichtsträchtig und eigenem Charme, das muss man eingesteh’n!
Fotos:
W. Wagener
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Rettung
aus Not – Oberstes Gebot
Bergbau ade! Grubenwehr ade! Aber dennoch: Glückauf!“ Fotos:
W. Wagener
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