Neuigkeiten vom Förderverein und Umgebung


150 Jahre Ernst August-Stollen

- Gittelde, 02.02.2014 von (kip) -

Ernst August Stollen

1864 wurde der Bau des Ernst-August-Stollens nach 13 Jahren Bauzeit fertiggestellt. Die Bauarbeiten wurden am 21. Juli 1851 begonnen. Es war eine große markscheiderische Leistung des Markscheiders Borchers.
Vom Mundloch in Gittelde bis zu den Schächten im Rosenhöfer Bergbaurevier (Clausthal-Zellerfeld) hat der Ernst-August-Stollen eine Gesamtlänge von 11.819 Lachter oder rund 22, 5 Kilometer. Am 5. August 1864 wurde der Ernst-August-Stollen offiziell mit einem großen Fest in Gittelde eingeweiht.
Es haben mehr als 8000 Personen in einem riesigen Festzelt dieses besondere und für den Bergbau so bedeutende Ereignis in Gittelde gefeiert.
Seit Sommer 2010 ist dieser Stollen Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbe "Oberharzer Wasserregal". Zu diesem Weltkulturerbe zählen u.a. das Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt Goslar, das Zisterzienser Kloster Walkenried, das HöhlenErlebniszentrum Iberger Tropfsteinhöhle bei Bad Grund und das Bergbaumuseum "Schacht Knesebeck" in Bad Grund.

Im Rahmen eines Kolloquium am 21. und 22. Juni 2014 soll an die Bedeutung dieses für den damaligen Bergbau so bedeutsamen Bauwerks erinnert werden.


Vor 20 Jahren rollten im Harz die letzten Erz-Loren aus dem Berg

Als vor 20 Jahren in Bad Grund das letzte Erzbergwerk im Harz geschlossen wurde, ging eine mehr als 1000-jährige Tradition zu Ende. Der Verlust sei noch heute spürbar, sagt Bürgermeister Harald Dietzmann.

- Bad Grund, 20.03.2012 von Kreiszeitung -

Horst Draheim an der ehemaligen Schachtanlage

Richard Laux kann sich noch gut erinnern: „Als in Bad Grund die beiden letzten Förderwagen mit Erz aus dem Berg rollten, spielte einer Bergmannskapelle“. Das war am 28. März 1992. Nicht nur für Laux, der 42 Jahre als Bergmann in der Grube geschuftet hatte, ging eine Epoche zu Ende, sondern für den ganzen Harz: Das letzte Erzbergwerk war geschlossen.

Aus Sicht des Grubenbesitzers, der früheren Preussag AG, kam diese Schließung eigentlich mit fünf Jahren Verspätung. Die „Hilfe Gottes“ sollte ursprünglich schon 1987 dicht gemacht werden. Doch 600 Demonstranten, darunter die Mitglieder der Bergmannskapelle, waren nach Hannover gezogen, wo sie dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht 19.000 Unterschriften für den Erhalt des Bergwerks übergaben. Die Aktion hatte Erfolg allerdings nur vorübergehend. 1992 war dann endgültig Schluss.

Der weitere Bergbau, so hatte die Preussag entschieden, war wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten. Für Bad Grund, so sagt der heutige Bürgermeister Harald Dietzmann, sei die Schließung ein schwerer Schlag gewesen. Das Bergwerk war mit zuletzt rund 380 von einst 1000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber des Ortes, der damals noch etwa 3400 Einwohner hatte. „Dieser Verlust ist heute noch spürbar“, sagt der Bürgermeister.

Mit der Schließung der „Hilfe Gottes“ ging im Harz die über tausendjährige Geschichte des Erzbergbaus zu Ende. Deren Beginn geht der Legende nach auf den Ritter Ramm zurück, einen Boten des Kaisers Otto des Großen. Ritter Ramm soll im Jahr 968 eine Rast in der Nähe von Goslar gemacht haben. Als sein Pferd in der Erde scharrte, legte es zufällig eine Erzader frei. Das Bergwerk Rammelsberg soll seinen Namen dem Ritter Ramm verdanken.

Einen großen Aufschwung nahm der Erzbergbau im vormals weitgehend menschenleeren Oberharz im 16. Jahrhundert, als überall neue Stollen angesetzt, Erzhüten errichtet und Städte gegründet wurden, unter anderem St. Andreasberg, Zellerfeld, Clausthal und auch Grund.

Nach und nach wurden im 20. Jahrhundert alle Bergwerke geschlossen, weil die Lagerstätten erschöpft waren. Das Bergwerk in Bad Grund war das letzte. Zum Schluss waren dort jährlich noch gut 400 000 Tonnen Blei- und Zinkerz aus mehr als 700 Metern Tiefe geholt worden, erinnert sich Richard Laux. Insgesamt wurden in Bad Grund etwa 19 Millionen Tonnen Erz gefördert, aus denen mehr als eine Million Tonnen Blei, 700 000 Tonnen Zink und 2500 Tonnen Silber gewonnen wurden.

letzte Lore

„Die Menschen in Bad Grund fühlen sich noch heute der Tradition des Bergbaus verpflichtet“, sagt Bürgermeister Dietzmann. „Bei Festen zum Beispiel tragen viele noch die alten Bergmannsuniformen“. An die Bergbaugeschichte des Ortes erinnert auch das Bergbaumuseum mit seinem Wahrzeichen, dem im Jahr 1912 errichteten fast 50 Meter hohen Hydrokompressoren-Turm. Damit wurde jahrzehntelang Druckluft für die Maschinen in der Grube erzeugt.

„Mit den Besucherzahlen des Museums sind wir allerdings nicht zufrieden“, klagt Richard Laux, Vorsitzender des Fördervereins. Die Konkurrenz der großen Bergbaumuseen in Goslar und Clausthal-Zellerfeld sei übermächtig. „Statt 20 000 Besucher, die wir zum Überleben bräuchten, kommen jährlich nur 6000“.

Statt vom Bergbau lebt Bad Grund, wo nur noch etwa 2400 Menschen leben, inzwischen auch vom Tourismus. Jahrelang seien die Gästezahlen zwar gesunken, sagt der Bürgermeister. „Aber wir haben die Talsohle durchschritten. Es geht langsam wieder aufwärts“. Vor allem der Weltwald mit seinen zahllosen Baumarten, die vielen Wandermöglichkeiten und das Höhlenerlebniszentrum am Iberg ziehen Gäste an.

Hoffnung auf einen weiteren Aufschwung macht dann aber doch wieder der Bergbau, oder besser dessen Hinterlassenschaften. Es könnte sein, dass in alten Schachtanlagen von Bad Grund das weltweit erste unterirdische Pumpwasserspeicherkraftwerk entsteht. Die Machbarkeitsstudie läuft.


Zum zweiten mal besuchten uns über 125 Kinder einer Hamburger Schule

- Bad Grund, 19.08.2011 von Horst Draheim -

Am Mittwoch dem 17.08.2011 besuchten uns 125 Kinder der Klassen 6a - 6d der Stadtteilschule HH-Blankenese.
Zehn Lehrkräfte begleiten die Klassen. In Osterode in der Jugendherberge einquartiert, ging es am Mittwoch früh mit Bussen nach Bad Grund.

Um 10:00 Uhr startete das angesetzte Programm mit Erkunden des Bergwerkes: Über- und Untertage, Hunde schieben, Lok fahren, Erze klopfen und Befahren des Unteren Eichelberger Wasserlaufs. Nach Klassen aufgeteilt wurden die einzelnen bergbaulichen Stationen dann durchlaufen. Große Freude war allen Beteiligten anzusehen denn auch das Wetter spielte an diesem Tag mit. Viele Fragen der wissbegierigen Schüler und natürlich auch der Lehrerschaft mussten von den sieben Ehrenamtlichen des Fördervereins, welche die einzelnen Programmpunkte betreuten, beantwortet werden.

Nach fast vierstündigem Programm mit einer kleinen Pause versehen, endete das Programm "Hunde auf Hammelpfoten".

Das DRK begleitete diese Veranstaltung. Deren Helfer und die Johanniter verarzteten nur kleine Wunden, durch den Handhammer oder lästige Wespen verursacht.

Das Programm wurde über die Harz-Agentur Clausthal-Zellerfeld gebucht, die sich u.a. auf Studienreisen und Kulturprogramme auch für Kids spezialisiert hat.

Schüler in Schachthalle

Jetzt leuchtet das Weltkulturebe weit über die Bergstadt hinaus

- Bad Grund, 04.12.2010 von Horst Draheim -

Hydro beleuchtet

Die Harz Energie hat mit eindrucksvoller Illumination den Hydrokompressorturm farbig in Szene gesetzt. Ein herzliches Dankeschön sprach Richard Laux, als Vorsitzender des Förderverein Bergbaumuseum, an den Geschäftsführer der HarzEnergie Dr. Hjalmar Schmidt aus. Die Lichttechnik, so Dr. Schmidt, sei eine Herausforderung gewesen, die aber bestens gelöst wurde. Der beleuchtete Turm sei nun ein wahrer „Leuchtturm“ in Bad Grund.

Mit einer energieeinsparenden Lichttechnik sei die Beleuchtung versehen worden. Nur 150 Watt seien notwendig, um den Turm anzustrahlen und nun bei Dämmerung weithin sichtbar zu machen. „Lichttechnisch war das eine gewaltige Herausforderung“, beschreibt Projektleiter Albert Schicketanz von der HarzEnergie die Aufgabe. Eine Turmhöhe von 47 Metern mit geeigneter Beleuchtungstechnik zu versehen, sei schwierig gewesen, zumal die Bauweise des Turms kaum geeignete Reflektionsflächen aufweise. Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen.

logo harzenergie

Moderne LED-Leuchten tauchen jetzt das historische Wahrzeichen in rotes, grünes und blaues Licht. Die Leuchtentechnologie zeichnen sich neben der Energieeffizienz durch geringe Wärmeverluste und lange Lebensdauer aus.

Die drei Grundfarben lassen sich in jeder beliebigen Farb­mi­schung darstellen. Je nach Jahreszeit, Veranstaltung und Witterung kann die Museumsleitung mit wenigen Handgriffen das Farbbild ändern.


Kinderprogramm im Bergbaumuseum „Schachtanlage Knesebeck“

- Bad Grund, 09.10.2010 von Peter Schwinger -

Der Hydrokompressorenturm der "Schachtanlage Knesebeck"- neben den beiden Radstuben (Kehr- und Kunstrad) und dem Untere Eichelberger Wasserlauf - ist Bestandteil der „Oberharzer Wasserwirtschaft“ und mit deren Anerkennung als Weltkulturerbe auch darin eingeschlossen. Seit Jahren von einem Förderverein als Bergbaumuseum geführt, ist die Schachtanlage Knesebeck Aushängeschild für den Fremdenverkehr und hält die Erinnerung an die Bergbaugeschichte im Harz wach.

Kinderveranstaltung

Die Bergstadt unterstützt den Förderverein zwar mit einem Zuschuss, doch ohne großes ehrenamtliches Engagement wäre der Erhalt nicht möglich. Es war ein Glücksfall, dass die „Schachtanlage Knesebeck“ in das Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“ eingebunden worden ist. Eine bessere Werbung hätte es nicht geben können! Bei der Harz-Agentur CLZ ist bekannt, dass im Bergbaumuseum Kinderprogramme angeboten werden, diese werden von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Regina Keinert organisiert und sind sehr beliebt. Der Besuch einer Schachtanlage, die als Weltkulturerbe anerkannt ist steigert das Interesse. So wurde auch die Grundschule Niedersachswerfen bei Nordhausen vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler der Schule waren mit den Lehrkräften in zwei Bussen angereist. Insgesamt 111 Kinder und 12 Lehrerinnen.

Kinderveranstaltung

Ohne die neun ehrenamtlichen Führungskräfte und mit drei zusätzlichen Helfern, die ebenfalls ehrenamtlich tätig waren, wäre das Programm nicht durchzuführen gewesen. Auf verschiedenen Stationen wurde den Kindern nicht nur die Bergbaugeschichte anschaulich erklärt. Es gab viel Anzuschauen, Anzufassen und sogar etwas zum Mitnehmen. Nämlich eine Erzbrocke, die von den Kindern eigenhändig geklopft werden durfte. Großen Spaß machte auch das Fahren mit der Grubenbahn. Aus Sicherheitsgründen über Tage. In den Stollen ging es mit einem Hunt (Erzwagen). Abwechselnd nahmen einige Kinder in diesem Platz und andere durften schieben. Ein Mordsspaß! Zum Abschluss gab es Bockwürste mit Weißbrot und ein Erfrischungsgetränk.
Die Kinder waren sichtlich begeistert vom Besuch im Bergbaumuseum und haben „spielerisch“ sicher viel aus der Bergbaugeschichte des Harzes gelernt.
Davon zeigten sich jedenfalls die Lehrkräfte überzeugt, denen einiges nicht bekannt war. So kann die Geschichte des Bergbaus im Harz noch besser vermittelt werden.

Kinderveranstaltung

Die Unesco hat die Harzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt

- Hannover, 01.08.2010 von SZ-Online -

Die Oberharzer Wasserwirtschaft, die einstige Energieversorgung des Harzer Bergbaus, ist in das Weltkulturerbe auf­genom­men worden. Das UNESCO-Welterbekomitee be­schloss am Sonnabend in Brasilia ein­stimmig, die im Harz bereits bestehende Welt­erbe­stätte aus der frü­heren Grube Rammels­berg und der Altstadt von Goslar um die Oberharzer Was­ser­wir­tschaft zu erwei­tern.
Der Antragsteller, das niedersächsische Kulturministerium, teilte die Entscheidung am Sonntag in Hannover mit. Die Oberharzer Wasserwirtschaft ist ein Sys­tem aus Tei­chen, Grä­ben, Stol­len und Wasserläufen, das ab dem Mittelalter für die Ver­sor­gung des Har­zer Berg­baus mit Was­ser­kraft errich­tet wurde. Die nie­der­säch­sische Kul­tur­ministerin Johanna Wanka bezeichnete es als „das größte seit dem Mittelalter weiter entwickelte montane Wasserwirtschaftssystem der Welt“. Die Aufnahme in die Welterbeliste sei eine „berechtigte Aus­zeich­nung für dieses Meister­werk mensch­licher Schöpfungs­kraft“.
Das auch „Oberharzer Was­ser­regal“ genann­te System trieb früher die Wasser­räder der sehr tiefen Harzer Bergwerke an, die so ihre Ent­wäs­serungs­pum­pen ständig in Bewegung hielten. Für die Wasserwirtschaft wurden im Mittelalter und der frühen Neuzeit insgesamt 149 Stauteiche, rund 500 Kilometer Gräben, 160 Kilometer Wasserstollen und 30 Kilometer größere Wasserläufe angelegt.


Tiefer Georg Stollen

Die einzigartige Anlage zur Lieferung von Wasserkraft bedeckt noch heute eine Fläche von 1.010 Hektar oder gut zehn Quadratkilometern. In Betrieb sind noch 63 Teiche, 70 Kilometer Gräben und 21 Kilo­me­ter Wasserläufe. Weitere Gräben von 240 Ki­lo­me­tern Länge sind als trockene Kulturdenkmäler erhalten. Die Oberharzer Wasserwirtschaft war das einzige deutsche Kulturdenkmal, dessen Aufnahme in die Welterbeliste bei der Tagung in Brasilia auf der Tagesordnung stand...


Johanniter und THW gemeinsamer Einsatz im Knesebeckschacht

- Bad Grund, 23.07.2010 von Katja Freier -

Bergungsübung

Das Stollensystem der Schachtanlage Knesebeck war kürzlich "Einsatzort" für die Helferinnen und Helfer des Johanniter-Ortsverbandes Bad Grund und des Ortsverbandes Clausthal Zellerfeld vom Technischen Hilfswerk.

Die Einsatzkräfte hatten das Ziel, gemeinsam die Rettung zweier verunfallter Personen durchzuführen. Vermutet wurden diese im untertage gelegenen Stollensystem.

Durch den Grubenplan Untertage konnten sich die Einsatzkräfte übertage einen Überblick über die vorliegende Situation verschaffen. Beeinflußt durch die Dunkelheit im Stollen, konnte aber trotz dessen eine fachgerechte Rettung vorgenommen werden.

Bergungsübung

Durch die baulichen Gegebenheiten war der Einsatz von motorisiertem Bergegerät nicht möglich und so galt es mit den gegebenen Möglichkeiten zu arbeiten. Hierfür konnten die Helferinnen und Helfer unter anderem auf die Schleifkorbtrage des Technischen Hilfswerkes zurückgreifen.

Diese Aufgabe, welche für alle Beteiligten eine Herrausvorderung darstellte, war etwas außergewöhnlich, da der Tätigkeitsbereich der beiden Ortsverbände meist in der Arbeit übertage liegt.

Durch die gemeinsame Übungseinheit konnte die Zusammenarbeit der beiden Ortsverbände verbessert werde.

Die beiden Ortsverbände danken den Mitarbeitern der Schachtanlage Knesebeck und dem Förderverein Bergbau und Heimatmuseum e.V., für das Möglichmachen der durchgeführten Ausbildungseinheit und die reibungslose Zusammenarbeit.


Hydrokompressorenanlage nach Sanierung wieder der Öffentlichkeit zugänglich

- Bad Grund, 23.05.2009 von (kip) -

Feierstunde

Mit einer kleinen Feierstunde in der Kompressorenhalle des Bergbaumuseums „Schacht Knesebeck“ wurde das Montandenkmal „Hydrokompressorenturm“ nach zweijähriger Sanierung offiziell wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bürgermeister Manfred von Daak eröffnete die vom Neuen Berghornistencorps Clausthal musikalisch umrahmte Feierstunde. Er ging auf die Bedeutung dieses Tages ein und würdigte auch die Bedeutung dieses Industriedenkmals für die sieben Oberharzer Bergstädte und insbesondere für Bad Grund. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll der 1912 errichtete Hydrokompressorenturm offiziell wieder in die Obhut des Fördervereins Bergbau- und Heimatmuseum Bad Grund zurückgegeben werden. Lang war die Liste der Gäste. Sein besonderer Gruß galt Prof. Dr. Roseneck, der sich um die Sanierung dieses Denkmals und um die Finanzierung der erheblichen Sanierungskosten verdient gemacht hatte. Der Bürgermeister: „Ohne ihren Einsatz würde heute diese denkwürdige Feier nicht stattfinden.“
Herzliche Worte des Dankes richtete Manfred von Daak an den Festredner Dipl. Ing. Wilhelm Rögener, der auf Bitten der Bergstadt den Festvortrag hält.
Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Harald Dietzmann stellte in seiner Begrüßung heraus, dass er vor vielen Jahren schon als Sachbearbeiter auf dem Rathaus die erste Sanierung und deren Finanzierung begleitete. Auch er stellte heraus, dass ohne die Unterstützung durch Prof. Dr. Roseneck die knapp 300.000 Euro kostende Sanierung nicht durchführbar gewesen wäre. Bergstadt und Förderverein hätten ohne die mit Unterstützung von Prof. Dr. Roseneck eingeworbenen Zuwendungen die Finanzierung nicht aufbringen können. Mit Blick in die Zukunft hoffe er, dass der Antrag auf Anerkennung des Oberharzer Wasserregals als Unesco-Weltkulturerbe vom Erfolg gekrönt sei. Mit der Anerkennung würde auch der Bereich des Bergbaumuseums und das Mundloch des Ernst-August-Stollens Teile des Weltkulturerbes sein.

Feierstunde

Der Stadtdirektor und Richard Laux als Vorsitzender des Fördervereins Bergbau- und Heimatmuseums Bad Grund überreichten Prof. Dr. Roseneck als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung ein Präsent.
Prof. Dr. Roseneck ging mit seinen Dankesworten nochmals auf die Finanzierung der Sanierungsarbeiten und auf den Antrag auf Anerkennung des Oberharzer Wasserregals als Weltkulturerbe ein. Er machte deutlich, dass trotz anderslautender Presseveröffentlichungen zum Zustand der Anlage der Wasseranlagen der Antrag auf einem guten Weg sei. Mit der Anerkennung rechne er im nächsten Jahr.
Kurz beleuchtete Prof. Dr. Roseneck die Bedeutung des 1912/13 errichteten Hydrokompressors, mit dem durch Wasserkraft Druckluft erzeugt wurde. Der 47 m hohe Turm ist in seiner Bauweise einzigartig in Europa - wenn nicht auf der ganzen Welt-. Die 1977 außer Betrieb genommene Anlage ist längst ein Wahrzeichen der Bergstadt Bad Grund.
In einem interessanten und zugleich sehr informativen Festvortrag, der mit Lichtbildern unterlegt war, zeigte Dipl. Ing. Wilhelm Rögener die Bedeutung der Schachtanlage Knesebeck für die Zeit von 1855 bis 2008 auf. In seinem Festvortrag wies er darauf hin, dass die Grundner Wasserwirtschaft in der Fachliteratur gut dargestellt ist. Außerdem habe er 1999 eingehend zum Tiefen-Georg-Stollen aus Anlass seines 200-jährigen Bestehens informiert.
Fest eingebunden in das Ortsbild ist die Schachtanlage Knesebeck, die bei Baubeginn weit ab von der bebauten Ortslage der Bergstadt errichtet wurde. Die denkmalgeschützte Anlage ist ein gutes Stück Grundner Bergbaugeschichte, so der brillant sich auskennende Festredner. Rund 2500 to Silber, die Hälfte der im Oberharz geförderten Menge kam aus dem Grundner Revier. Bis 1992 ging der Bergbau in Bad Grund um und der Achenbacht-Schacht war bei seiner Stillegung ein Vorzeigeobjekt.

Feierstunde

Am 1. Oktober 1885 wurden mit dem Abteufen der 498,81 m tiefen Schachtanlage Knesebeck begonnen. Detailliert stellte Wilhelm Rögener die mit dem Bau verfolgten bergbaulichen Ziele heraus, bevor er auf den bedeutenden Bau des in mehreren Stufen errichteten Hydrokompressorenturmes einging. Lang anhaltender Beifall und ein von Richard Laux überreichter Blumenstrauß waren der Dank an Dipl. Ing. Wilhelm Rögener für seinen ausgezeichneten Festvortrag.
Im Anschluss an den Festvortrag lud die Bergstadt und der Förderverein zu einem Imbiss ein. Im Gespräch wurde die Bedeutung dieses Industriedenkmals für das Bergbaumuseum, für die Bergstadt, für den Oberharz und für die Nachwelt besprochen.



Gerd Hintze führt Besuchergruppen im Bergbaumuseum „Schacht Knesebeck“

- Bad Grund, 04.2009 von (kip) -

Hintze

Der Förderverein Bergbau- und Heimatmuseum Bad Grund konnte als weiteren sachkundigen Führer für Besuchergruppen Gerd Hintze gewinnen. Der frühere Bergmann Gerd Hintze führt neben den bisherigen Kräften Regina Keinert und Richard Laux durch das Bergbaumuseum. Immer wieder interessant ist die Besichtigung der untertägigen Anlagen mit der Steigerbucht. Aber nicht minder interessiert werden die Fahrzeuge auf dem Freigelände des Museums angesehen.

Recht eindrucksvoll erläutert Gerd Hintze zu Beginn der Führung die Bergbaugeschichte, informiert über die vorgesehene Besichtigungsroute, über die Bodenschätze, die in Bad Grund einst abgebaut wurden einschließlich der Abbau-Technologie sowie die bergbauliche Wasserwirtschaft.
Immer wieder werden die Kaue und die Schätze in der Schachthalle und im Kompressorenraum betrachtet.
Der Schacht Knesebeck war bis 1977 in Betrieb und bis 1994 diente er nur noch als ausführenden Wetterschacht.


Oberharzer Schatz im Bergarchiv eingelagert

- Clausthal-Zellerfeld / Bad Grund, von (kip) -

Schild

Akten aus der 400-jährigen Geschichte des Oberharzer Bergbaus des Bergamts werden nun im Niedersächsischen Bergarchiv in Clausthal-Zellerfeld aufbewahrt. Die historischen Bestände der Hannoverschen (1524 bis 1865) und der Preußischen Zeit (1865 bis ins 20. Jahrhundert) sind nun komplett im Jahre 2000 errichteten und in 2002 bezogenen Neubau untergebracht. Der Leiter des Niedersächsischen Bergarchivs in Clausthal-Zellerfeld Wolfgang Lampe und sein Team haben mit der vorgenommenen Archivierung einen weiteren entscheidenden Beitrag im Interesse der Oberharzer Bergbaugeschichte geleistet. Drei Kilometer Akten wurden in Findbüchern erfasst und in den letzten Jahren im Bergarchiv eingelagert.
In einer kleinen Feierstunde von geladenen Gästen wurde der letzte Karton der archivierten Akten im Bergarchiv eingelagert. Zu den geladenen Gästen zählte aus Bad Grund Wilhelm Rögener, der sich insbesondere um die Bergbaugeschichte besonders verdient gemacht und sich noch um die Aufarbeitung der Bergbaugeschichte bemüht.
Bei dieser besonderen Feierstunde im Bergarchiv waren zugegen Präsident des Landesbergamtes in Clausthal-Zellerfeld Lothar Lohff, Leitender Direktor am Hauptstaatsarchiv Hannover Dr. Manfred von Boetticher und Dr. Bernd Kappelhoff, Präsident des Niedersächsischen Landesarchivs.


Sanierungsarbeiten am Hydro-Turm abgeschlossen

- Bad Grund, 05.2008 von (kip) -

Sanierung Hydro Sanierung Hydro

Die im Spätsommer letzten Jahres begonnenen Sanierungsarbeiten am 47 Meter hohen Hydro-Kompressorturm auf dem Gelände des Bergbaumuseums „Schachtanlage Knesebeck“ sind unfallfrei abgeschlossen. In Anwesenheit des Auftraggebers der Sanierungsarbeiten Vorsitzender Volker Sturm vom Förderverein Bergbau- und Heimatmuseum Bad Grund, Stadtdirektor Harald Dietzmann und Andreas Brandt von der Samtgemeindeverwaltung Bad Grund, der die Baumaßnahme verwaltungsmäßig betreut, wurden die Arbeiten abgenommen. Sie, Prof. Rainer Hempel und Dipl.-Ing. Petra Simons vom Ing.-Büro für Bauwesen, Tragwerksplanung, Sicherung und Sanierung historischer Bauten. Köln/Braunschweig, nahmen mit den beauftragten Firmen die durchgeführten Sanierungsarbeiten ab. Aus diesem Anlass wurde das Gerüst noch einmal bestiegen, um in schwindelnder Höhe die durchgeführten Arbeiten in Augenschein zu nehmen. Nahezu mängelfrei waren die vorgenommenen Sanierungsarbeiten.

Sanierung Hydro Sanierung Hydro

Bei einem gemeinsamen Imbiss in der Kaue des Bergbaumuseums wurden die Planung, Kalkulation und Finanzierung gewürdigt. In Abwesenheit dankte der Stadtdirektor Prof. Roseneck für seine hilfreiche Unterstützung und für seine Hilfe bei Durchsetzung der angestrebten Finanzierung. Ohne seine Unterstützung wäre die Sanierung nicht verwirklicht.
Hilmar Saal, Kreiensen, berichtete, dass rund eine Tonne grau-grüne Farbe auf das Stahlgerüst des Hydro-Kompressorturmes aufgetragen wurde und dass für das Entfernen des Rostes und der alten Farbe rund 30 Tonnen Strahlmittel verwandt wurden. Er und die anderen Firmenvertreter dankten für die angenehme Zusammenarbeit. Es war zwar mit widrigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Insgesamt gesehen wurde die Maßnahme fristgerecht abgewickelt.

Sanierung Hydro Sanierung Hydro

Die Bauleiterin Dipl.-Ing. Petra Simons und Verwaltungsangestellter Andreas Brandt erklärten, dass der Kostenrahmen und damit die Finanzierung nahezu „Euro-genau“ eingehalten wurde. Insgesamt kostete die Sanierung des 47 Meter hohen Hydro-Turmes, der in dieser Bauweise auf der Welt wohl einmalig ist, 300.000 Euro. Sie dankten den beteiligten Firmen sowie Volker Sturm und Horst Draheim vom Förderverein für die angenehme Zusammenarbeit. Nachdem die Arbeiten abgenommen worden sind, wird das Gerüst entfernt und dann wird der Hydro-Turm, auch Zeigefinger Gottes im Volksmund genannt, im neuen Outfit „erstrahlen“.

Sanierung Hydro Sanierung Hydro

Offizielle Bauabnahme des sanierten Hydrokompressorturms

Einzigartiges Baudenkmal in Europa

- Bad Grund, 21.05.2008 von (sab.) -

Sanierung Hydro

Experten sind sich einig: Der Hydrokompressorturm auf dem Bergbaumuseum Schachtanlage Knesebeck ist in Europa, wenn nicht sogar auf der ganzen Welt, einzigartig. Die Sanierung des Industriedenkmals war dringend notwendig geworden, denn der Gitterturm war „in die Jahre gekommen“. Stahlträger waren marode, und vor allen Dingen war ein neuer Schutzanstrich notwendig. Im Oktober 2007 wurde mit den Arbeiten begonnen, am vergangenen Montag erfolgte die offizielle Bauabnahme.
Die Bergstadt Bad Grund als Auftraggeber war durch ihren Stadtdirektor Harald Dietzmann vertreten. Professor Dr. Rainer Hempel und die Bauleiterin Diplom Ingenieurin Petra Simons sowie Volker Sturm, Vorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum und Heimatmuseum, bestiegen den rund 45 Meter hohen Turm und nahmen die Arbeiten „unter die Lupe“. Es fanden sich kaum Mängel, so dass das Abnahmeprotokoll an Ort und Stelle unterzeichnet werden konnte. Damit wurde den Aufragnehmern bestätigt, gute Arbeit geleistet zu haben.
Im anschließenden Resümee wurde festgestellt, dass die Sanierungsarbeiten zur vollen Zufriedenheit abgelaufen seien. „Punktgenau“ sei der Kostenrahmen von rund 300.000 Euro eingehalten worden, bestätigte Harald Dietzmann. Schlechtes Wetter habe die Arbeiten erschwert, stellte Hilmar Saal fest. Der Turm war zwar mit Planen ummantelt, trotzdem seien die Sandstrahl- und anschließenden Anstricharbeiten nicht einfach gewesen, betonte er. Lob ging an den entschuldigten Professor Roseneck, ohne dessen unermüdlichen Einsatz es nicht möglich gewesen wäre, das Industriedenkmal zu erhalten und dafür Kulturmittel zu beschaffen. Erinnert wurde daran, dass die Stadt nur einen verschwindend kleinen Beitrag dazu leisten konnte.
Der Turm wird in Kürze von seiner Umhüllung „befreit“. Dann wird auch zu sehen sein, wo die rund 1,4 Tonnen grau-grünliche Anstrichfarbe geblieben ist, mit denen auch einige Tonnen neue Stahlträger angestrichen worden sind. Professor Roseneck hofft übrigens, dass der einzigartige Hydrokompressorturm im Rahmen der Montangeschichte des Harzes zusammen mit dem Rammelsberg Goslar als Weltkulturerbe anerkannt wird.


Viele Besucher beim „Tag der offenen Tür“ des Magdeburger Stollens

- Bad Grund, 04.2008 von (kip) -

Magdeburger Stollen Schild

Die Samtgemeindewerke Bad Grund hatten zu einem „Tag der offenen Tür“ der Wassergewinnungsanlage „Magdeburger Stollen“ eingeladen. Werkleiter Jürgen Beck erläuterte in seiner Begrüßung die nach dem Störfall am 10. November 2007 eingetretenen Investitionen. Kontinuierlich wird das Trinkwasser gemessen und auf seine Leitfähigkeit überprüft und mit einer kurzfristig eingebauten UV-Anlage ständig desinfektioniert. Für den Notfall wird eine Chloranlage vorgehalten und die Daten werden durch Fernübertragung an eine Zentralstelle geliefert. Dies trifft ebenfalls für Störmeldungen bei beispielsweise Stromausfall zu.
Für diese Verbesserung der Trinkwasserversorgung der Wassergewinnungsanlage Magdeburger Stollen haben die Samtgemeindewerke rund 100.000 Euro investiert.
Werkleiter Jürgen Beck dankte in diesem Zusammenhang Malermeister Felix Römermann, Badenhausen, der das historische Schild der Wassergewinnungsanlage über den Stolleneingang aufwändig in ehrenamtlicher Arbeit restauriert hat. Jetzt ist dieses Schild wieder ein begehrtes Fotoobjekt in der Bergstadt.

Magdeburger Stollen Eingang

Während die Wasserwerker Arthur Sachsalber und Olaf Krügener in kleinen Gruppen die zahlreichen Besucher in die Wassergewinnungsanlage führten, gab Gebietsleiter Dipl.-Ing. Hans-Georg Müller von der Siemens Wallace & Tiermann GmbH ergänzende Hinweise zu UV-Systemen für die Trinkwasseranwendungen und zu der in Bad Grund installierten Anlage. Der Gebietsleiter informierte über die einfache und kostengünstige Installation dieser Anlage und deren ebenso einfache Wartung und lange Lebensdauer.
Detlef Stolle von der Elektrofirma Zufall und Stolle, Eisdorf, zeigte in der Steuerungszentrale, dem Herzstück der Wassergewinnungsanlage am Hübichweg, deren Funktion und Aufgabe, die von Dipl.-Ing. Heinz Halves von den Samtgemeindewerken ergänzt. Er zeigte auch die Wasserverteilung in Bad Grund und in der Samtgemeinde Bad Grund auf.
Mit der Wassergewinnungsanlage Magdeburger Stollen werden die Bergstadt Bad Grund, Windhausen, Gittelde, Teichhütte und Teile von Badenhausen mit frischem Trinkwasser versorgt.

Der Vorsitzende des Werksausschusses Peter Kalla und einige Ratsmitglieder nutzten die Gelegenheit, um vor Ort sich die durchgeführten Investitionen anzusehen und sich von ihrer Wirkungsweise zu überzeugen.
Bei Leckereien vom Grill, kühlen Getränken und Kaffee wurden ergänzende Fragen der wissbegierigen Besucher beantwortet.

Tag der offenen Tür Tag der offenen Tür Tag der offenen Tür
Begrüßung durch Werkleiter Beck Wasserwerker Arthur Sachsalber erläutert interessierten Besuchern die Wasserverteilung; im Hintergrund Detlef Stolle und Heinz Halves Dipl.-Ing. Hans Georg Müller erläutert die eingebaute UV-Entkeimungsanlage

...Sturm „Emma“ wütete

- Bad Grund, 03.2008 von (kip) -

aufgerissen Plane vom Hydro durch Sturm Emma

Im letzten Jahr wütete Orkan „Kyrill“ in der hiesigen Region uns richtete großen Schaden an. In diesem Jahr pfiff der Sturm „Emma“ über die Harzer Berge. Der Schaden war nicht so groß wie im letzten Jahr.

Die Planen, die den Hydrokompressorturm während der Sanierungsarbeiten einhüllen, wurden losgerissen. So mussten die Planen im oberen Bereich des Turmes gänzlich abgenommen werden, um noch größeren Schaden abzuwenden.

Das Foto links zeigt die aufgerissene Plane des Hydrokompressors.











Feierstunde zum offiziellen Baubeginn

- Bad Grund, 08.10.2007 von (kip) -

Manfred von Daak

Der Hydrokompressorenturm auf dem Gelände des Bergbaumuseums „Schachtanlage Knesebeck“ muss dringend restauriert werden. Nachdem eine umfangreiche Bestandsaufnahme im Jahre 2005 erfolgte, schlossen sich schwierige Finanzierungs- verhandlungen an. Jüngst wurden die notwendigen Fördermittel des Bundes und des Landes Niedersachsen bewilligt, so dass mit den Arbeiten begonnen werden konnte.
Zunächst wurde der 47 Meter hohe Hydrokompressorenturm eingerüstet und das Gerüst mit Planen wegen der Sandstrahlarbeiten eingehüllt.
In einer kleinen Feierstunde zum offiziellen Baubeginn der Restaurierungsarbeiten in der Kaue des Bergbaumuseums „Schachtanlage Knesebeck“ begrüßte Bürgermeister Manfred von Daak den Konservator Prof. Dr. Roseneck, Braunschweig, Baudirektor Jentzsch, Landkreis Osterode, Prof. Dr.-Ing. Rainer Hempel vom beauftragten Ing.-Büro für Bauwesen, Sicherung und Sanierung historischer Bauten in Braunschweig und Köln, die Ratsmitglieder der Bergstadt Bad Grund sowie einige Vertreter des Fördervereins Bergbau- und Heimatmuseum Bad Grund. Der Bürgermeister erinnerte daran: „Heute sei ein besonders guter Tag für das Bergbaumuseum und für Bad Grund. Offiziell wird mit Restaurierungsarbeiten am Hydrokompressorenturm des ehem. Schachtes Knesebeck in der ältesten der sieben Oberharzer Bergstädte begonnen.“ Manfred von Daak ging kurz auf die Förderung durch Bund und Land ein. Für die Arbeiten ist ein enger Zeitplan gesetzt. Er vertraue auf die beauftragten Firmen, dass dieser Zeitplan eingehalten wird und wünschte allen mit den Arbeiten Betrauten guten Erfolg.

Prof. Dr. Roseneck

Baudirektor Günter Jentzsch überbrachte die Grüße des Landrats und des Landkreises Osterode. Auch er wünschte dem Bauvorhaben einen guten Verlauf.
Prof. Dr. Roseneck ging auf die besondere Bedeutung des Hydrokompressorenturmes ein. Es ist ein besonderes Denkmal der Montanindustrie. Schwierig waren die Finanzierungsverhandlungen. Das zu restaurierende Industriedenkmal ist ein Objekt von allerhöchster Bedeutung. Der Hydrokompressorenturm ist im nationalen Rahmen eines der bedeutenden Kulturdenkmäler Deutschlands. Die Sonderheit dieses technischen Denkmals ist, dass mit dieser über- und untertägigen Anlage früher einmal Druckluft erzeugt wurde. Es ist der einzige in Europa erhaltene Turm dieser Art.
Prof. Dr. Roseneck erinnerte an die seinerzeitigen Gespräche mit dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins Joachim Hennig. Ohne diesen Förderverein gäbe es heute kein Bergbaumuseum „Schachtanlage Knesebeck“. Darin waren sich alle einig.

Feierstunde

Vorsitzender Volker Sturm dankte in seinem Grußwort seinem Vorgänger im Vorsitz des Bergbaumuseums Joachim Hennig und Bernhard Klingebiel für die geleistete Arbeit. Er habe seit 1992 den Vorsitz schon wieder inne. Auch richtete er herzliche Dankesworte an Prof. Dr. Roseneck. „Man sei voller Zuversicht, dass der Turm wieder im neuen Glanz erstrahlt“.
Prof. Dr.-Ing. Rainer Hempel erinnerte an die Sanierung der Radstube Anfang der 90er Jahre. Damals hatte er schon den Turm befahren und auf die notwendigen Restaurierungsarbeiten hingewiesen. Sein Dank ging an Prof. Dr. Roseneck, der ebenfalls die Notwendigkeit gesehen habe und das Vorhaben tatkräftig unterstützt habe und noch unterstützt.
Kurz ging Prof. Dr.-Ing. Hempel auf die Arbeiten ein, die ausgeführt werden müssen. Einzelne Stäbe des Turmes müssen ausgewechselt werden, bevor nach den Sandstrahlarbeiten eine dreifache Beschichtung des Metallturmes vorgenommen wird. Auch werde die Treppe im Turm wieder hergerichtet, weil nach seiner Erkenntnis der Turm einmal jährlich befahren werden muss.
Bei einer wohltuenden und angenehmen Wärme, die der angeheizte alte Hohenzollern-Ofen in der Kaue abgab, blieben die Ratsvertreter mit ihren Gästen und den anwesenden Mitgliedern des Fördervereins Bergbaumuseum noch einige Zeit im Gespräch zusammen, um die vorgesehenen Arbeiten und den Bauablauf zu besprechen.


Vorarbeiten zur Sanierung des Hydrokompressors gehen zügig voran

- Bad Grund, 09.2007 von (kip) -

Sanierung Hydro

Der Zahn der Zeit nagt auch an den alten Gebäuden und Einrichtungen auf dem Gelände des Bergbaumuseums „Schachtanlage Knesebeck“ in Bad Grund. Nach einer gründlichen Bestandsaufnahme im Jahre 2005 und einer schwierigen Finanzierungsphase sind nunmehr die notwendigen Finanzierungsmittel aus verschiedenen Finanztöpfen bewilligt, so dass die mit rund 300.000 Euro veranschlagte Sanierungsmaßnahme finanziert ist.
Jüngst haben mit der Aufstellung des Gerüstes die Vorarbeiten zur Sanierung des 47 Meter hohen Hydrokompressorturmes begonnen.
In diesen Tagen wurde der Turm verhüllt, so dass die Frage auftaucht, ob das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude nach Bad Grund geeilt war, um nach Bern, Chicago und Berlin ein weiteres Gebäude zu verhüllen. Die Verhüllung des Turmes ist erforderlich, um die notwendigen Sandstrahlarbeiten ausführen zu können. Erst nach den Sandstrahlarbeiten können die Anstricharbeiten des Hydrokompressorturmes ausgeführt werden.


Arbeiten zur Sanierung des Hydrokompressors haben begonnen

- Bad Grund, 09.2007 von (kip) -

Sanierung Hydro

Mit der Einrüstung des Hydrokompressors auf dem Gelände „Schachtanlage Knesebeck“ des Bergbaumuseums Bad Grund haben die Arbeiten zur Sanierung des Hydrokompressors begonnen.
Die Sanierung des Turmes war notwendig geworden.
Umfangreiche Bestandsaufnahmen zur Begutachtung der Standfestigkeit waren den zähen Verhandlungen der Finanzierung vorausgegangen. Mit finanziellen Anteilen der Bergstadt und des Fördervereins Bergbau- und Heimatmuseum konnten namhafte Förderungsmittel locker gemacht werden, ohne die eine Durchführung der Sanierungsarbeiten nicht möglich wäre.

Der Hydrokompressorturm ist in seiner Ausführung einmalig auf der Welt und erinnert an einen blühenden Bergbau in unserer Region.


Hydrokompressor des Museums wird restauriert

- Bad Grund, 09.2007 von (kip) -

Sanierung Hydro

Die Schachtanlage Knesebeck wurde schon vor Schließung des Erzbergwerks Grund am 31. März 1992 nur noch zum Teil für bergbauliche Zwecke genutzt. Sie wurde daher nach und nach zu einem Bergbaumuseum umgestaltet. Die vorhandenen Gebäude wurden für museale Zwecke hergerichtet und mit der Schließung wurden dann weitere Räumlichkeiten einer musealen Nutzung zugeführt. Das Freigelände wurde seit dem stärker für Ausstellungszwecke genutzt und ein Stollen wurde für einen unterirdischen Rundgang aufgefahren.
Von Zeit müssen die einstigen bergbaulichen Anlagen restauriert werden. So steht seit geraumer Zeit die Sanierung des Hydrokompressors an. Bisher scheiterten diese kostenaufwändigen Arbeiten an der Finanzierung. Nachdem diese Hürde genommen wurde, sind inzwischen die Arbeiten vergeben, so dass wohl in Kürze mit den Sanierungsarbeiten am Hydrokompressorturm beginnen. Die Arbeiten werden etwa 300.000 Euro kosten, die überwiegen aus Bundesmittel und Mittel der Denkmalspflege finanziert werden.