 Bad
Grund, 28. März 2010 (ps) „Die Zukunft des
Bergbaumuseums ist mit der Verlängerung des Vertrages zwischen Bergstadt
und Förderverein gesichert!“, betonte Stadtdirektor Harald Dietzmann
in seinen Grußworten und hob dabei die konstruktive Zusammenarbeit
hervor. Als besondere Chance für die Zukunft sah der Stadtdirektor
auch die Aufnahme des Oberharzer Wasserregals in das UNESCO Weltkulturerbe,
denn mit dem Hydrokompressorenturm sei das Bergbaumuseum
„Schachtanlage Knesebeck“ darin eingebunden.
Bürgermeister
Manfred von Daak dankte insbesondere den Vorstandsmitgliedern für
das ehrenamtliche Engagement, mit dem sie sich für den Erhalt der
Bad Grunder Bergbautradition einsetzen und sah den Betrieb des Bergbaumuseums
durch den Förderverein als Erfolgsmodell.
Vorsitzender
Richard Laux sah den Erhalt des Bergbaumuseums insbesondere durch die Sanierung
des Hydrokompressorenturmes gesichert und dankte dabei besonders Professor
Dr. Reinhard Roseneck, der die Sanierung dieses einmaligen Montandenkmals
möglich gemacht habe. Als Förderung für den Bad Grunder
Fremdenverkehr sah der Vorsitzende das HöhlenErlebnisZentrum, mit
dem nicht nur die Gästezahlen insgesamt, sondern auch die Besucherzahlen
im Bergbaumuseum gesteigert wurden.
Die
Werbung für das Bergbaumuseums sei nicht nur durch gute Angebote zu
erreichen, sondern durch das Internet, die Aufnahme in die Liste der Harz-Card
Angebote und rein optisch durch das farbige Anstrahlen des Hydrokompressorturmes:
für das äußere Erscheinungsbild. Leider kann der Förderverein
die Finanzmittel in Höhe von 15.000 € dafür nicht aufbringen.
Es bleibt die Hoffnung auf Fördermittel. Die braunen Hinweisschilder
auf das Höhlen-Erlebnis-Zentrum, Uhrenmuseum und Bergbaumuseum werden
jedoch bis April an der Harzhochstraße angebracht, so die Zusage
des Landkreises.
Im
Rückblick auf die Veranstaltungen wie Museumstag, Schachtfest, Kulturabend,
Tzscherperessen und Nordic-Walking-Touren sagte der Vorsitzende zu, diese
auch weiterhin anzubieten. Insbesondere die Kindergeburtstage, die durch
seine Stellvertreterin Regina Keinert angeboten werden, seien „der Renner“.
Im vergangenen Jahr nahmen 348 Kinder und 84 Erwachsene daran teil. In
diesem Zusammenhang dankte Regina Keinert August Bügling, Herbert
Scholz und Uwe Sommermeyer für die Erzspenden, die als „Highlight“
der Kindergeburtstage sonst fehlen würden und warb um weitere Erzspenden.
Auf
die angestrebte Fusion mit dem Knappenverein eingehend, bedauerte der Vorsitzende,
dass diese nicht zustande gekommen sei, denn letztendlich hätten beide
Vereine den Erhalt der Bergbautradition zum Ziel. Auch der Stadtdirektor
sprach die Hoffnung aus, dass hier „nicht alle Türen zugeschlagen
sind!“
Der
anschließende Kassenbericht des Schatzwartes Horst Draheim fand die
Zustimmung der Vereinsmitglieder und da auch die Kassenprüfer Peter
Lüthje und Dieter Burow keine Beanstandungen gefunden hatten, erfolgte
die einstimmige Entlastung des Vorstandes. Zum neuen zweiten Kassenprüfer
wurde Olaf Lothwesen gewählt.
Mit
dem Dank an alle ehrenamtlich Tätigen, insbesondere an Horst Draheim
und die ehrenamtlichen Führungskräfte, die weit über das
normale Maß hinaus Einsatz gezeigt hätten, schloss der Vorsitzende
eine harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung mit Hinweis auf drei
Veranstaltungen: Schachtfest am 1. Mai, Kulturabend am 3. Dezember und
eine Fahrt zum „Schacht Konrad“, zu der Anmeldungen erforderlich seien.
Foto
(Peter Schwinger): Vorsitzender Richard Laux (rechts) hält Rückblick
und Ausblick. |